Was bedeutet europäische Rüstungskooperation? Wie schreitet die Zeitenwende voran und wo stockt sie bislang? Wo können sich die europäischen Unternehmen ergänzen - und wo stehen sich Politik, Wirtschaft und sie selbst im Weg?
Antworten auf diese Fragen fanden wir beim Projekttag Airbus. Zum Vormittag besuchten wir das Werk von Airbus Helicopters in Donauwörth, wo und Vice President for Government Affairs Jörg Katzenberger und sein Team uns zuerst eine Standortpräsentation gaben, uns dann zu einem offenen Austausch einluden. Nach einer kurzen Fahrt über die B16 in Richtung Manching gelangten wir zu Airbus Defence and Space. Zusammen mit dem Betriebsratsvorsitzenden und Aufsichtsratsmitglied Thomas Pretzl und weiteren Mitgliedern des Manchinger Betriebsrats diskutierten wir über die Projekte am Standort Manching, sowie der der europäischen Konzernstruktur und der dahinterliegenden Interessen der Mitgliedsstaaten.
Airbus Helicopters Donauwörth
Der Airbus-Standort in Donauwörth ist das deutsche Zentrum von Airbus Helicopters und einer der bedeutendsten Standorte für die Entwicklung, Produktion und Wartung von Hubschraubern in Europa. Hier werden unter anderem Modelle wie der H135 und H145 gefertigt. Donauwörth beherbergt nicht nur die Endmontage, sondern auch Forschungs- und Entwicklungsabteilungen sowie umfangreiche Schulungs- und Kundenserviceeinrichtungen. Aktuell investiert Airbus in eine neue Hangar- und Bürogebäudeanlage namens „Halle C7“, die Platz für rund 200 Mitarbeitende bieten und moderne Prototypen- und Testumgebungen schaffen soll. Die Fertigstellung ist bis Ende 2025 geplant. Zudem ist Donauwörth Teil eines konzernweiten Personalaufbaus: Im Jahr 2025 sollen dort rund 500 neue Mitarbeitende eingestellt werden.
Airbus Defence & Space Manching
In Manching bei Ingolstadt befindet sich der wichtigste deutsche Standort von Airbus Defence and Space. Der Schwerpunkt liegt hier auf militärischer Luftfahrttechnologie. Airbus betreibt in Manching unter anderem die Endmontage und Systembetreuung für das Kampfflugzeug Eurofighter, insbesondere das Mittelteil des Rumpfs. Der Standort liegt auf dem militärischen Fliegerhorst Ingolstadt/Manching und umfasst rund 6.000 Beschäftigte. Hier werden auch Instandhaltung, Flugtests und Modernisierungen militärischer Luftfahrzeuge wie Tornado und Eurofighter durchgeführt. Ein zentrales Element ist das Systemunterstützungszentrum Eurofighter (SUZ EF), das gemeinsam mit der Bundeswehr betrieben wird. Es ist rund um die Uhr für technische Betreuung und Softwarepflege zuständig. Auch in Manching plant Airbus 2025 rund 500 Neueinstellungen, insbesondere in sicherheits- und verteidigungsrelevanten Bereichen.
Fotocredit Manching: Andreas Domke




